Ulrike Guérot © DED Krems
12. Februar 2020
19:00 Uhr
Eintritt frei

Vortrag Europa Dialoge von Ulrike Guérot: "Die Europäische Zukunftskonferenz 2020: Beschäftigungstherapie oder europäischer Gestaltungswille?"

Forschungskolleg Humanwissenschaften, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg
12. Februar 2020
19:00 Uhr
Eintritt frei

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eine zweijährige Konferenz zur Zukunft Europas angekündigt. Über dieses Thema hält die Professorin für Europäische Politik und Demokratieforschung und Gründerin des European Democracy Lab Ulrike Guérot einen Vortrag im Forschungskolleg Humanwissenschaften.

Am 9. Mai 2020 ‒ 70 Jahre nach der Schumann-Erklärung zur Zusammenlegung der deutschen und französischen Kohle- und Stahlproduktion in der EGKS ‒ soll die »Europäische Zukunftskonferenz« ins Leben gerufen werden.  Dabei geht es um die Ausgestaltung der politischen und sozialen Integration Europas. In einem ersten Schritt soll eine groß angelegte Befragung der Bürgerinnen und Bürger zur Zukunft Europas durchgeführt werden. Die formalen Eckpunkte der Befragung werden derzeit in Brüssel ausgearbeitet. Kritiker der EU-Zukunftskonferenz betonen, dass es bereits ausreichende Daten ‒ z.B. die Daten des Eurobarometers ‒ gebe, die Auskunft darüber geben, welche Aufgaben die EU zu ihrer Weiterentwicklung in Angriff nehmen müsse. Sie befürchten, dass die auf zwei Jahre angelegte Befragung vom »eigentlichen« Problem Europas ablenke: dem mangelnden politischen Willen zur Zusammenarbeit.

Die Referentin :

Ulrike Guérot ist Professorin an der Donau-Universität Krems und Leiterin des dortigen Departements für Europapolitik und Demokratieforschung. Zudem ist sie Gründerin des Berliner Think Tanks European Democracy Lab. In ihrer Forschung und in ihrem gesellschaftspolitischen Engagement setzt sie sich für die politische Integration Europas ein. Jüngste Publikationen: Warum Europa eine Republik werden muss! Eine politische Utopie (Dietz 2016); Der neue Bürgerkrieg. Das offene Europa und seine Feinde (Ullstein 2017); Wie hälst du‘s mit Europa? (Steidl 2019).

Vortragsreihe EuropaDialoge/Dialogues d’Europe

Die Vortragsreihe EuropaDialoge/Dialogues d’Europe wird vom Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität und dem an der Goethe-Universität angesiedelten Deutsch-Französischen Institut der Geschichts- und Sozialwissenschaften – Institut Franco-Allemand de Sciences Historiques et Sociales gemeinsam veranstaltet und von Professor Sandra Eckert, Professor Matthias Lutz-Bachmann und Professor Pierre Monnet wissenschaftlich geleitet. Referent*innen der Reihe seit Oktober 2014: Hannes Androsch (Wien), Christophe Arend (Paris), Bruno Cautrès (Paris), Corine De-france (Paris), Sandra Eckert (Frankfurt am Main), Étienne François (Berlin), Udo Di Fabio (Bonn), Charlotte Galpin (Birmingham), Ulrike Guérot (Krems), Tim Guldimann (Zürich/Berlin), Christian Ehler (Straßburg), Franz Fischler (Innsbruck), Charlotte Galpin (Birmingham), Otmar Issing (Frankfurt am Main), Michèle Knodt (Darmstadt), Hans-Helmut Kotz (Frankfurt am Main), Jan Pieter Krahnen (Frankfurt am Main), Johannes Lindner (Frankfurt am Main), Hans-Jürgen Lüsebrink (Saarbrücken), Ulrike Lunacek (Wien/Straßburg), Thomas Maissen (Paris), Pierre Monnet (Frankfurt am Main), Hélène Miard-Delacroix (Paris), Lucia Puttrich (Wiesbaden), Thomas Piketty (Paris), Ulrich Pfeil (Metz), Daniel Röder (Frankfurt am Main), Sigrid Roßteutscher (Frankfurt am Main), Gisèle Sapiro (Paris), Jean-Frédéric Schaub (Paris), Wolfgang Schüssel (Wien), Sandra Seubert (Frankfurt am Main), Rudolf Steinberg (Frankfurt am Main), Ingeborg Tömmel (Osnabrück), Michael Werner (Paris), Michel Wieviorka (Paris), Heinz Wismann (Paris), Bénédicte Zimmermann (Paris).

Um Anmeldung wird gebeten: info@forschungskolleg-humanwissenschaften.de

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